Deutsche Meisterschaften 2019

 

Am 29. Mai dieses Jahres war es wieder einmal soweit. Es riefen die Deutschen Meisterschaften in Stenografie, Tastaturschreiben und Textbearbeitung und der Tross des VKMB machte sich auf den Weg nach Grünberg, der schönen Stadt in Mittelhessen, die bereits Austragungsort für die Hessischen Einzelmeisterschaften 2018 war.

Doch der Start dorthin erwies sich als beschwerlich, denn schon in Obertshausen standen wir, keine 100 Meter von der Haustür entfernt, im langen Stau. Nach fast 40 Minuten im Schneckentempo hatten wir dann die restlichen 400 Meter zur Einfahrt in die Bundesstraße hinter uns gebracht und konnten das Auto seiner eigentlichen Bestimmung zuführen - dem Fahren. Leider hielt das Glücksgefühl über das Fortkommen nicht lange an, und so stellten wir uns nach dem Kreisel Richtung Hanau prompt an der nächsten Schlange an - willkommen im verlängerten Wochenende! Mit dem Erreichen der Autobahn war dann aber auch endlich der Weg wieder frei und so trafen wir nach etwas mehr als einstündiger Fahrt bei unserer Unterkunft „Litfässchen“ in Atzenhein an. Bevor wir nun den Rest des Abends bei gemütlichem Beisammensein im hoteleigenen Restaurant bei Essen und Trinken verbringen konnten, mussten wir natürlich noch den unumgänglich harten Prozess des Eincheckens hinter uns bringen. Der Abend fand zu einem „versöhnlichen“ Ende, auch wenn das bestellte Essen aufgrund einer oder mehrerer im Hotel stattfindenden Feierlichkeiten über eine Stunde auf sich warten ließ.

Am nächsten Morgen ging es dann in aller Frühe nach einem ausgiebigen Frühstück frisch gestärkt Richtung Wettschreiben, die in der Aula der Theo-Koch-Schule in Grünberg stattfanden. Als Neuerung und Erstlingswettbewerb stand dieses Mal das Mehrfachsteckdosen-Selbstmitbringen und Verkabeln auf dem Programm. Dies sorgte für ein kleines Chaos die Stromversorgung betreffend und mit einigen konkreten Ausfällen. Doch dann konnte es endlich losgehen: Als erstes stand der Wettbewerb Professionelle Textverarbeitung auf dem Programm, direkt im Anschluss ging es in den ersten Durchgang von Texterfassung und Perfektion. Mit der Textbearbeitung fand der erste Durchgang dann den Abschluss und die Teilnehmer konnten ihr wohlverdientes Mittagessen einnehmen, welches von den „Zwinkereulen“, einem Ableger des Grüneberger Karnevalsvereins, organisiert wurde und sehr gut von allen Beteiligten angenommen wurde. Leider hatten diese wohl nicht mit einem solchen Ansturm gerechnet und die leckersten Sachen waren bereits ausverkauft, bevor der Erste Durchgang überhaupt zu Ende war. Nach der Mittagspause ging es dann für die Einen zum Wettbewerb englische Stenografie und für die Anderen in den zweiten Durchgang der Texterfassung und Perfektion, mit anschließender Textbearbeitung.

Nachdem die Wettbewerbe und das Lesen in der Stenografie für diesen Tag erledigt waren, fand man den Weg zurück ins Hotel und ließ den Abend im Steak-Restaurant Eule in Laubach ausklingen. Das Restaurant war schon bekannt von einem Besuch während der HEM 2018 und wollte aus den damaligen Erfahrungen heraus unbedingt von den Teilnehmern wieder besucht werden.

Am nächsten Morgen ging es dann wiederum in aller Frühe zu den Wettbewerben der deutschen Kurzschrift, die sich über den Freitagvormittag hinzogen. Zum Mittag ging es zu einem kurzen Abstecher in die schöne Kleinstadt Schotten, die mit ihren verwinkelten Gassen und Fachwerkhäusern ein kleines Schmuckstück in Mittelhessen darstellt. Hier lernten wir mehr oder weniger freiwillig, dass man in einem italienischen Lokal nicht unbedingt verstanden wird, wenn man auf Italienisch bestellt. Multi-Kulti ist eben auch überall, und das ist ja auch gut so.

Schon bald darauf traf man sich wieder in der großen Gruppe zu einer fachkundigen, fußläufigen Stadtführung, die am Schlosspark in Grünberg startete und einige interessante Sehenswürdigkeiten in der ehemaligen Klosterstadt ansteuerte. So erfuhren wir unter anderem, dass Martin Luther auf seinem Rückweg vom Reichstag zu Worms im April 1521 in der Stadt übernachtete. Leider existiert dieses Haus heute nicht mehr, man kann nur noch ein Modell in einer Glasvitrine auf dem Marktplatz bestaunen. Den Abschluss bildete nach dem Aufstieg auf den 25 Meter hohen Diebsturm die herrliche Aussicht über die Stadt und die Region.

In froher Erwartung auf den traditionellen Stenografenball machte sich die Gruppe dann am Abend auf den Weg zur Gallushalle. Bedauerlicherweise wurden die Erwartungen an das angekündigte Tanz- und Partyduo der Extraklasse (immerhin eine Jodlerin aus Las Vegas!) leider nicht so ganz erfüllt, sodass man die Festlichkeiten ziemlich rasch im Anschluss an das Abendessen verließ und den Abend in kleiner Gruppe bei einem Glas Wein im Biergarten des Hotels ausklingen ließ.

Die Zeit vor der Siegerehrung am nächsten Morgen wurde traditionell wieder mit Minigolf spielen verbracht. Dazu fuhr man auf den nur einige Kilometer entfernten Erlebnisberg Hoherodskopf, der neben einem Kletterpark und vielen anderen Freizeitmöglichkeiten auch eine 12-Loch-Adventure-Minigolfanlage beherbergt. Hier spielten wir auf Naturrasen mit in den Bahnen integrierten natürlichen Hindernissen, wie zum Beispiel Baumstämmen und Felsen. Hier fanden wir in Richard unseren Meister, der sogar mit zwei Schlägen unter par (Platzstandard) das beste Ergebnis erzielte und sich somit schon vor der eigentlichen Siegerehrung mit dem inoffiziellen Meistertitel im Minigolf krönte.

Die Siegerehrung in der Gallushalle wurde wie im Vorjahr mit dem Spielen der Deutschen Nationalhymne eröffnet und erbrachte dem VKMB zahlreiche Titel. So wurde bereits zum 16. Mal (!) der Titel in englischer Kurzschrift mit der Mannschaft errungen, sowie der erste und zweite Platz in englischer Kurzschrift in der Einzelwertung von Petra Dischinger und Uwe Schwab. Uwe Dächert erreichte im Perfektionsschreiben einen hervorragenden dritten Platz, in deutscher Kurzschrift landete die Mannschaft des VKMB auf dem sensationellen dritten Platz. Bei einem Teilnehmerfeld von 280 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus insgesamt 39 Vereinen eine wirklich beachtliche Leistung. Die Meisterschaften fanden ihren Ausklang bei einer gemeinsamen Feier vor der Halle, mit Sekt aus dem errungenen Englisch-Pokal, kritischen Blicken in die Ergebnislisten und einem Erinnerungsfoto. Die nächsten Deutschen Meisterschaften finden dann 2020 in Worms statt.

Andreas Barnickel

 

Die Fotos folgen iin Kürze ...

 

DEUTSCHE KURZSCHRIFT (Standardklasse)

PLATZ

TEILNEHMER/IN

KLASSE

SILBEN BIS

FEHLERPUNKTE

GESAMTPUNKTE

4.

Petra Dischinger

M

375

46

704

8.

Sonja Samulowitz

M

350

18

682

25.

Brigitte Stegner

P2

300

23

577

31.

Uwe Schwab

P2

280

38

522

45.

Uwe Dächert

P2

240

25

455

47.

Angelika Barnickel

P2

240

36

444

3. Platz für die 1. Standardmannschaft mit 2.485 Punkten und folgenden Mannschaftsmitgliedern:
Petra Dischinger, Sonja Samulowitz, Uwe Schwab, Brigitte Stegner und Uwe Dächert

 

ENGLISCHE KURZSCHRIFT (Standardklasse)

PLATZ

TEILNEHMER/IN

KLASSE

SILBEN BIS

FEHLERPUNKTE

GESAMTPUNKTE

1.

Petra Dischinger

P2

240

28

932

2.

Uwe Schwab

P2

220

19

861

6.

Sonja Samulowitz

P1

175

10

690

10.

Uwe Dächert

P1

175

40

660

1. Platz mit 3.143 Punkten für die 1. Standardmannschaft und folgendenden Mannschaftsmitgliedern:
Petra Dischinger, Sonja Samulowitz, Uwe Schwab, Angelika Barnickel und Uwe Dächert

 

30-Minuten-SCHNELLSCHREIBEN (Standardklasse)

PLATZ

TEILNEHMER/IN

ANSCHLÄGE

FEHLER

GESAMTPUNKTE

14.

Uwe Dächert

14.952

7

14.252

17.

Monika Vetter

14.996

11

13.896

35.

Angelika Barnickel

12.329

6

11.729

36.

Richard Schulz

12.650

10

11.650

70.

Sabine Fischer

9.905

8

9.105

73.

Brigitte Stegner

9.621

9

8.721

77.

Uwe Schwab

9.300

8

8.500

94.

Andreas Barnickel

7.418

6

6.818

5. Platz mit 51.527 Punkten für die 1. Standardmannschaft und folgenden Mannschaftsmitgliedern:
Uwe Dächert, Angelika Barnickel, Monika Vetter und Richard Schulz

14. Platz mit 33.144 Punkten für die 2. Standardmannschaft und folgenden Mannschaftsmitgliedern:
Sabine Fischer, Brigitte Stegner, Uwe Schwab und Andreas Barnickel

 

10-Minuten-PERFEKTIONSSCHREIBEN (Standardklasse)

PLATZ

TEILNEHMER/IN

ANSCHLÄGE

FEHLER

GESAMTPUNKTE

3.

Uwe Dächert

5.191

0

5.191

17.

Monika Vetter

4.657

1

4.157

42.

Uwe Schwab

3.297

0

3.297

60.

Angelika Barnickel

4.329

3

 2.829

66.

Richard Schulz

4.174

3

2.674

73.

Andreas Barnickel

2.519

0

2.519

78.

Brigitte Stegner

3.105

2

2.105

5. Platz mit 14.851 Punkten für die 1. Standardmannschaft und folgenden Mannschaftsmitgliedern:
Uwe Dächert, Angelika Barnickel, Monika Vetter und Richard Schulz

15. Platz mit 7.921 Punkten für die 2. Standardmannschaft und folgenden Mannschaftsmitgliedern:
Sabine Fischer, Brigitte Stegner, Uwe Schwab und Andreas Barnickel

 

TEXTBEARBEITUNG UND -GESTALTUNG (Standardklasse)

PLATZ

TEILNEHMER/IN

KORREKTUREN

FEHLER

GESAMTPUNKTE

8.

Uwe Dächert

159

2

15.400

25.

Angelika Barnickel

119

1

11.650

41.

Richard Schulz

119

9

9.650

54.

Uwe Schwab

92

3

8.450

72.

Brigitte Stegner

66

3

5.850

80.

Andreas Barnickel

60

4

5.000

7. Platz mit 45.100 Punkten für die 1. Standardmannschaft und folgenden Mannschaftsmitgliedern:
Uwe Schwab, Angelika Barnickel, Richard Schulz und Uwe Dächert

 

PRAXISORIENTIERTE TEXTVERARBEITUNG (Standardklasse)

PLATZ

TEILNEHMER/IN

PUNKTE PFLICHTTEIL

PUNKTE BONUSTEIL

GESAMTPUNKTE

35.

Angelika Barnickel

90

11

101

36.

Richard Schulz

90

9

99

55.

Richard Schulz

69

0

69

56.

Uwe Dächert

57

0

57

8. Platz mit 326 Punkten für die 1. Standardmannschaft und folgenden Mannschaftsmitgliedern:
Brigitte Stegner, Angelika Barnickel, Richard Schulz und Uwe Dächert

 

KOMBINATIONSWERTUNG

(KSD = Deutsche Kurzschrift, KSE = Englische Kurzschrift, TSS = Schnellschreiben, TSP = Perfektionsschreiben, TBG = TExtbearbeitung/-gestaltung, PTV = Professionelle Textverarbeitung;
die jeweiligen Punkte ergeben sich aus der anteiligen Leistung in Prozentpunkten verglichen mit der Bestleistung des Einzelsiegers im jeweiligen Wettbewerb (-> 100,00))

PLATZ

TEILNEHMER/IN

KSD

KSE

TSS

TSP

TBG

PTV

GESAMTPUNKTE

5.

Uwe Dächert

60,11

70,82

86,97

93,94

82,13

33,73

427,69

20.

Uwe Schwab

68,96

92,38

51,87

69,66

45,07

0,00

317,94

22.

Angelika Barnickel

58,65

0,00

71,57

51,19

62,13

59,76

303,31

38.

Brigitte Stegner

76,22

0,00

53,22

38,09

31,20

40,83

239,56

41.

Richard Schulz

0,00

0,00

71,09

48,39

51,47

58,58

229,52

 

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