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Im Mai 2026 begab ich mich aber zu der Zeit zum Bahnhof, um mittels "Inter City Express" in das westfälische Recklinghausen chauffieren zu lassen, in dem die diesjährigen Deutschen Meisterschaften des DStB stattfanden. Es war schon begeisterungsförderlich, dass der Zug von Berlin direkt nach Recklinghausen fuhr und keine "Zugteilung in Hamm" , "Umstieg in Hannover HbF" oder ähnliches notwendig war. Pünktlich war die Bahn dann noch obendrauf. Den Fußweg mit großem (Roll-) Gepäck zum Hotel hatte ich nach ein wenig Google-mappen und reinzoomen sowie rauszoomen aus der Karte mit fünfzehn bis zwanzig Minuten veranschlagt. Trotz eines kleinen Umweges war ich nach knapp fünf Minuten am Empfang - "Kleinstädte" haben halt doch einen anderen Maßstab als Berlin ... ;-) An der Hotelrezeption traf ich dann schnell Frau Stegner und Andrea sowie Sabine Fischer, die gerade dabei waren, nicht nur das Gepäck, sondern auch das Auto unterzubringen (was eine Geschichte für sich selbst ist). Das Hotel war ruhig in der Fußgängerzone gelegen. Fußläufig waren der Wettschreibort sowie die Lokalitäten für den Abend zu erreichen. Nachdem "alle" eingetroffen waren, begaben wir uns abends zum Italiener, wo wir sehr gut verköstigt und bewirtet wurden (inklusive Gruppenfoto ...) Am Folgetag war - wie üblich - frühes Aufstehen angesagt, das reichhaltige Frühstücksbüffet war bereits gerichtet, so dass wir direkt loslegen konnten. Pünkltich konnten wir uns dann auf den Weg zu den Wettbewerben machen, wo wir - der alten "Tradition" folgend - die Notebooks ganz nach oben (na ja, immerhin den zweiten Stock) in die Aula schleppen mussten. Die PTV war die PTV, aber gut machbar, vor allem dank einiger neuer Makros, die das Wettschreiberleben erleichterten. Der Schnellschreibtext entpuppte sich trotz angenehmem Kaffeearoma als 30-Minuten-Perfektionstext, die Perfektion dafür als 10-Minuten-Schnellschreibtext. Ob da was durcheinandergekommen war oder es so beabsichtigt war, blieb offen. Für (kontroversen) Gesprächsstoff im Nachgang reichte es allemal. Die TBG war dann "Standard". Für mich war dann erstmal Schluss, für die anderen nur "Pause", da noch Englisch Steno auf dem Zeitplan stand. Die Mittagspause - in Form eines reichhaltigen, abwechslungsreichen und sehr schön angerichteten - Büffets in der Schulkantine wurde von uns also in der gebotenen Zügigkeit absolviert. Ich widmete mich dann in der Schule der Überarbeitung meiner Makros. Da ich dieses Thema seeeehr lange vor mir hergeschoben habe, war die anstehende Wartezeit damit sinnvoll "vergeudet". Das Drumherum anwesender Kinder, die Gespräche ebenfalls wartender Wettschreiber etc. bekam ich zwar mit einem Ohr mit, kann mich aber hauptsächlich nur an Internetrecherchen zu VBA-Makros, Programmier-Optimierungen etc. erinnern. Auf jeden Fall kam einiges Sinnvolles dabei raus und die Zeit war gut investiert. Als Englisch-Steno dann auch "durch" war, begaben wir uns am Nachmittag alle "geschafft" zurück ins Hotel und machten erst einmal Pause (andere gingen noch etwas frische Luft schnappen). Am Abend gingen wir dann im wahrsten Sinne des Wortes um die Ecke bei "Wilma" essen. Auch dort führten wir uns gut aufgehoben und verköstigt. Viel "Geschnatter" und "Fachsimpelei" füllten den Abend, die lockere Atmosphäre half uns beim Abschütteln der wettschreiberischen Angespanntheit. Der Freitag stand wettschreiberisch ganz im Zeichen des Deutsch Steno-Wettbewerbs. Da ich daran nicht teilnahm, andererseits aber auch nicht so richtig Lust auf das nachmittägliche offizielle Rahmenprogramm hatte (eine, wie ich später erfuhr, sehr interessante Führung durch ein altes Elektrizitätswerk), entzog ich mich durch einen Privatausflug ins relativ nahe gelegene Münster, meinen alten Studienort, wo ich - nach nunmehr gut 20 Jahren - einen halben Tag in Erinnerungen "schwelgte" und schaute, was im "BZ" sich so verändert hatte. Fazit: Vieles war so, wie ich es kannte, einiges - manches Kleine, manches Große - war anders bzw. neu geworden. In der Innenstadt von Münster war viel los. Touristen bis zum Umfallen (war das früher auch so?) Selbst in einem "neumodischen" Käseladen war gefühlt die Hölle los - was im tiefkatholischen Münster ja was bedeuten will. Im Dom wurden die bloßen Besucher wegen eines anstehenden Gottesdienstes schnell "ausgeladen". In St. Lamberti in der Nähe baumelten immer noch die Käfige neben dem Kirchturm. Dort waren im 16. Jahrhundert einige der Wiedertäufer hingerichtet und (als abschreckendes Beispiel) zur Schau gestellt worden - der Sage nach bis die Knochen aus den Käfigen auf den Kirchplatz darunter fielen. Die Stadtführerin berichtete im Münsteraner Saal des Westfälischen Friedens (der andere liegt im Osnabrücker Rathaus ...) viel Interessanteres zum Drumherum des damaligen Endes des 30-Jährigen-Krieges. Am Nachmittag eilte ich dann wieder per Deutscher Bahn zurück nach Recklinghausen, da ja am Abend noch das offizielle Abendessen samt Festabend auf dem Plan stand. Dieses fand in Recklinghausen statt, die Fahrt dorthin im eigens angeforderten Großraumtaxi kam uns aber wie eine Weltreise - zumindest aber die halbe Durchquerung von Nordrhein-Westfalen vor. Wir befanden uns aber immer noch auf dem Stadtgebiet von Recklinghausen ... Auch hier war das Büffet-Essen wieder sehr gelungen und abwechslungsreich. Es machte Freude, es zu sehen, aber auch es zu essen. Anscheinend hielten sich einige zurück, denn von den Desserts (Schoko-Mousse-au-chocolat und Panacotta) war mehr als genug dar und wir nahmen das "all-you-can-eat" wörtlich ...Zu Anfang übermäßig laute Musik vom "Band" läutete dann den Festabend ein. Die Lautstärke pendelte sich glücklicherweise bald auf akzeptablem Maße ein, aber die Tanzfläche blieb recht lang nicht bis schlecht besucht. Aber das änderte sich mit dem Alter des Abends. Der Auftritt einer örtlichen Kinder-/Jugendgruppe Cheerleader, die mit sportlich-akrobatischen Übungen zu begeistern wussten, war der Höhepunkt des Abends. Als dann der "Disco"-Teil des Abends eingeläutet wurde, zogen wir uns gegen 23 Uhr zurück und machten die Weltreise im nämlichen Großraumtaxi rückwärts. Am Samstag begaben wir uns dann nach dem Check-out zum Recklinghäuser Rathaus, wo die Stadtführung für die "Stenos" begann und wir viel Interessantes erfuhren und Sehenswertes erlebten. Auch das Wetter spielte mit und wir konnten die Stadt bei überwiegendem Sonnenschein erleben. Dem Abschluss der Stadtführung entzogen wir uns jedoch, da die Uhr tickte und der Magen knurrte. Uwe und ich waren vom Belegte Brötchen-(Rest-)Angebot beim Bäcker nicht überzeugt und nahmen dann mit Pommes bzw. Currywurst vorlieb. Petra schloss sich uns auch noch an und wir began uns dann noch rechtzeitig zur Siegerehrung, die von DStB-Präsidentin Regine Hoffmann und den Wettschreibleiterinnen in gewohnt knackig-schneller Weise durchgeführt wurde, ohne dass jemand den Eindruck hatte, auf der Bühne nur "abgefertigt" zu werden. Also ein Lob an das Team dort! Der VKMB konnte diesmal leider "nur" zwei Titel mit nach Hause nehmen - Einzel- und Mannschaftssieg in Englisch-Steno der Erwachsenenklasse - aber immerhin. Beim nächsten Mal wird natürlich alles besser - und wir werden auch garantiert gleich am Sonntag oder Montag nach der Heimkehr intensiv anfangen zu üben! Versprochen! Ganz bestimmt! :-)
Richard Schulz
Die Fotos folgen baldmöglich ...
DEUTSCHE KURZSCHRIFT (Standardklasse)
4. Platz für die 1. Standardmannschaft mit 1.912 Punkten und
folgenden Mannschaftsmitgliedern:
ENGLISCHE KURZSCHRIFT (Standardklasse)
1. Platz mit 2.540 Punkten für die 1. Standardmannschaft und folgendenden Mannschaftsmitgliedern:
30-Minuten-SCHNELLSCHREIBEN (Standardklasse)
9. Platz mit 43.072 Punkten für die 1. Standardmannschaft und folgenden Mannschaftsmitgliedern:
10-Minuten-PERFEKTIONSSCHREIBEN (Standardklasse)
8. Platz mit 11.852 Punkten
für die 1. Standardmannschaft und folgenden Mannschaftsmitgliedern:
TEXTBEARBEITUNG UND -GESTALTUNG (Standardklasse)
11. Platz mit 29.800 Punkten für die 1. Standardmannschaft und folgenden Mannschaftsmitgliedern:
PRAXISORIENTIERTE TEXTVERARBEITUNG (Standardklasse)
11. Platz mit 286 Punkten für die 1. Standardmannschaft und folgenden Mannschaftsmitgliedern:
KOMBINATIONSWERTUNG (KSD = Deutsche Kurzschrift, KSE = Englische Kurzschrift, TSS = Schnellschreiben, TSP = Perfektionsschreiben, TBG = TExtbearbeitung/-gestaltung, PTV = Professionelle Textverarbeitung;
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